der Gang einmal richtig

Dein Gang unterscheidet sich in zwei Arten!

Mit oder ohne….. Schuhe! Sie sollten nur WERKZEUG FÜR DIE FÜßE sein.

Kleiner RückTRITT 😉 in deine Vergangenheit.
Oft zu beobachten ist, wenn ein Baby barfuß läuft, geht es sehr bewusst und sucht nach Information. Zuerst ein sehr breiter Stand und unsicher, dann immer schmaler und sicherer. Wie schnell das funktioniert, kommt darauf an, wie rein und klar die Information (sein Input) ist, die das Hirn bekommt: Gleichgewichtssystem, visuelles System, Propriozeption und wie es diese Information verarbeitet. Wird diese gut aufgenommen und verarbeitet, dann kommt eine klare und reine Information (Output) an die Muskeln und es entsteht eine Bewegung. Sobald Babys aber Schuhe angezogen bekommen, fangen sie an, die Füße immer vom Boden hochzuziehen oder laufen wie auf Eiern, weil auf einmal der Informationsfluss für den richtigen Stand oder Gang fehlt. Nun müssen Körper/Geist/HIRN schauen, woher sie die fehlenden Informationen herbekommen und müssen somit eine andere Strategie entwickeln.

Doch nun zurück zum Rücktritt!

Ein sauberer Gang besteht nicht nur daraus, einen FUß vor den anderen zu setzen, sondern der ganze Körper, vom Fuß bis hin zum Kopf, spielt hier eine Rolle 😉

der Gang einmal richtig

Die Schrittlänge kommt nicht daher, wie weit du deinen Fuß nach vorne bringst, sondern wie weit du dich mit deinem hinteren Fuß abdrücken kannst. Der Fuß sollte so weit es geht immer unter deinem Körper/Körperschwerpunkt landen. Die Schrittlänge kommt durch das richtige Verhältnis von Muskelanspannung/Aktivität (Gesäß) und durch Entspannen/Nachlassen/Lockerlassen des Gegenspielers (Oberschenkel) zustande, mit einem bestimmten Mitbewegen des Beckens. Nur so kann das Abstoßen des hinteren Fußes zustandekommen und umso mehr kannst du dich wegdrücken. ….. Es sei denn, dein Gesäß ist nicht in voller Funktion und dein Oberschenkel zu stark und kann nicht nachlassen. Dann sucht dein Körper (dein Hirn) nach Kompensationsmustern (Ausweichmöglichkeiten) und anderen Strategien, um dein gewolltes Hetzen umzusetzen 😉 Der hier beschriebene GEWOLLTE Gang funktioniert aber im Leben unter unseren Automatismen und ist somit in unserem Hirn abgespeichert. Die Frage ist nur, ob ein gutes oder schlechtes Gangbild dahingehend abgelegt ist. Deswegen sollte man den Gang wieder erlernen, gerade nach Verletzungen (im Bereich von Fuß bis Schulter), die länger als 14 Tage anhalten haben.

Doch durch das Polster in den Schuhen drückt ihr eher die Fersen in den Boden und zieht euch mit diesen nach vorne. Zu dem richtigen Abstoßen des Fußes muss auch das Becken richtig mitarbeiten können…

TEIL 1: FUß ABROLLEN und Kniebewegung im GANG
TEIL 2: HÜFTBEWEGUNG IM GANG
TEIL 3: OBERKÖRPER ALS AUSGLEICH ZUM BECKEN

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